Weichholzauenprojekt

Verschneidung und Umsetzung

Eine Zusammenführung der Untersuchungsergebnisse zur biologischen und hydraulischen Eignung der Aue ermöglicht die Identifizierung der für eine Weichholzauen-Entwicklung geeigneten Flächen im Vorland der Elbe. Diese werden zusammen mit den Ergebnissen der Untersuchungen zur Ausbreitungsfähigkeit der Arten und den genetischen Ressourcen in allgemeingültige Entscheidungshilfen zur Auswahl von Standorten, zur Neu-Anlage, Entwicklung und Pflege von Weichholzauen in Form eines Praxis-Leitfadens zusammengeführt.

Erste Modellmaßnahmen der Weichholzauen-Etablierung werden noch während der Projektzeit auf ca. 10 ha durch das Amt für Forstwirtschaft Kyritz und die Biosphärenreservatsverwaltung Flusslandschaft Elbe Sachsen-Anhalt umgesetzt. Die Auswahl der Bäume für die Werbung von Pflanzmaterial erfolgt auf Basis der Ergebnisse der Untersuchungen der Universität Marburg. Die Pflanzen werden je nach Art im Pflanzcamp Lenzen (Brandenburg) vorgezogen bzw. direkt ausgepflanzt. Neben der Auwald-Neu-Anlage im Vorland der Elbe werden Ex-situ-Erhaltungsmaßnahmen zur Bewahrung der genetischen Ressourcen und zur Werbung von Material für Ersatz- und Erhaltungskulturen durchgeführt. Hierfür werden Mutterquartiere im Pflanzcamp Lenzen angelegt, die vom Amt für Forstwirtschaft auch über das Projektende hinaus betreut werden.